Eröffnung historischer Wanderweg Eschbach
(Abschrift UA vom 20.10.2026)
Ein besonderes Geburtstagsgeschenk
Verein Eschbacher Ortsgeschichte eröffnet zum zehnjährigen Bestehen Wanderweg
Mit der Enthüllung der Übersichtstafel hat der Verein Eschbacher Ortsgeschichte am Samstag den neuen historischen Wanderweg, der am Bürgerhaus startet und sowohl durch den Ort als auch rund um Eschbach führt, eröffnet.
Vereinsvorsitzender Reiner Holl freute sich, dass die gelungene Umsetzung der Idee, in und um Eschbach einen Wanderweg anzulegen, der auf alte Gebäude und Plätze mit ihren Besonderheiten hinweist, zeitlich just auf das zehnjährige Bestehen des Vereins fiel. Auch Erster Stadtrat Hans-Georg Paulus, der in Vertretung von Bürgermeister Steffen Wernard (beide CDU) bei der Eröffnung war, zeigte sich begeistert von der Idee und der Umsetzung und dankte allen Beteiligten. „Der historische Wanderweg ist ein echter Gewinn für Eschbach und ganz Usingen“, lobte Paulus und bezog hier auch die tolle Gemeinschaftsleistung und das lebendige Vereinsleben in Eschbach mit ein.
Die Idee sei im Mai 2023 entstanden, berichtete Denise Vetter vor der Eröffnung, zu der neben vielen Vereinsmitgliedern auch einige interessierte Gäste, auch aus anderen Kommunen im Usinger Land, gekommen waren. Um diese Idee Realität werden zu lassen, war unter Federführung von Denise Vetter eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Reiner Holl, Roland Berg, Wolfgang Knörr, Egbert Russ, Christa Klieber und Friedhelm Schmidt, gebildet worden. Vor allem die Expertise von externen Kräften, insbesondere von Friedhelm Schmidt, sei für die Hintergrundinformationen wertvoll, dankte Vetter ihren Mitstreitern, die in vielen Begehungen den Wegeverlauf festgelegt und in umfassenden Recherchen die nötigen historischen Fakten und Geschichten zusammengetragen haben.
Aber auch die Erfahrungen in der Gestaltung eines Wanderwegs, etwa von Christoph Demuth, der als Privatinitiative bereits.2020 einen Wanderweg in Kransberg mit kleinen Hinweisschildern installiert hat, halfen sicherlich, auch die behördlichen Hürden zu nehmen. Im März 2025 hatte die Arbeitsgruppe dem Vereinsvorstand das konkrete Konzept vorgestellt und nach einem Testlauf mit den Vereinsmitgliedern die zuständigen Behörden der Stadt Usingen hinzugezogen, so Vetter weiter. „Da man auch Schilder für die Wegführung benötigte, wandte man sich an Anja Willer, Tourismusbeauftragte der Stadt Usingen, die unser Anliegen weiter in die städtischen Gremien trug und Tipps für das Aufstellen und die Ausgestaltung der Schilder gab. Wadim Heinrich vom Bauamt, zuständig für Landschaftspflege, half bei der praktischen Umsetzung und beim Aufstellen der Schilder“, berichtete Holl. Entstanden ist nun ein sieben Kilometer umfassender Wanderweg ohne große Steigungen (außer an den Klippen) mit 18 Stationen, die mit kleinen, grünen Schildern mit dem Eschbacher Wappensymbol, den zwei Bäumen, gekennzeichnet und mit einem QR-Code versehen sind. So kann der Wanderer sich per Handy über den entsprechenden geschichtlichen “ Inhalt informieren.
Die Schilder und Aufkleber mit QR-Code brachten Denise Vetter, Reiner Holl und Ortwin Ruß an. Große Hinweisschilder mit der Übersicht über den Streckenverlauf wurden am Bürgerhaus und am Parkplatz Eschbacher Klippen angebracht. Zur Eröffnung machten sich die Gäste vom Start am Bürgerhaus auf den Weg und an den Stationen Halt, wo Vereinsmitglieder jeweils über die historischen Sehenswürdigkeiten Eschbachs berichteten.
Zu dem besonderen Anlass sorgte der Verein unterwegs an einigen Stellen für Verpflegung. Höhepunkt in den wahrsten Wortsinnen war dabei der Pfaffenkopf, der höchste Punkt der Tour. Von hier kann man die Aussicht über das Usinger Becken bis zum Feldberg und bis in den Vogelsberg genießen. Zum Abschluss der Tour kehrten die Teilnehmer gern noch ins Gasthaus „Eschbacher Katz“ ein und erfuhren dabei den Ursprung dieses Namens.
INGRID SCHMAH-ALBERT
Nach zwei Stunden Marsch auf dem historischen Wanderweg kamen wir alle an der Station 17 – Rastplatz Pfaffenkopf an. Hier sollten eigentlich ein kleiner Snack und Getränke bereit stehen. Leider blieb der Lieferant (Reiner Holl) unterwegs mit Motorausfall liegen, sodass wir zurück zum Maibacher Weg, oberhalb des Wasserwerks, gehen mussten. Hier gab es dann den Snack und Getränke vom Anhänger.