20.01.2016 Vereinsgründung
Vereinsgründung
Am 20. Januar 2016 wurde der “Verein Eschbacher Ortsgeschichte” gegründet.
Die elf Gründungsmitglieder:
Ortwin und Ingeborg Wirth, Ortwin Ruß, Margot Becker, Klaus Anders, Christa Klieber,
Ronald Löw, Gerd Becker, Cäcilie Arnold, Manfred Schödel und Karlheinz Schmidt.
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Pressebericht
Usinger Anzeiger, 22. Januar 2016
Die Vergangenheit nicht dem Vergessen überlassen“
HEIMATGESCHICHTE
In Eschbach gründen elf Bürger den „Verein Eschbacher Ortsgeschichte“
ESCHBACH (cu). Eschbach hat einen neuen Verein: Elf Bürger aus dem zweitgrößten Usinger Stadtteil gründeten am Mittwochabend im Bürgerhaus den „Verein Eschbacher Ortsgeschichte“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Geschichten, Daten, Fakten, Bilder und Dokumente aus der Vergangenheit des Dorfes zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Wer seither etwas über Eschbach und seine Geschichte wissen wollte, der war immer gut beraten, wenn er sich bei Margot Becker in der Bachstraße erkundigte. Sie war auch die treibende Kraft mit Blick auf die Gründung des Vereins. „Schon lange Zeit hoffte ich, dass sich mal einige Leute zusammenfinden, um Eschbachs Vergangenheit nicht dem Vergessen zu überlassen“, berichtete sie und dankte am Abend allen, die, ebenso wie sie selbst, schon vor der Vereinsgründung Materialien gesammelt und aufgearbeitet haben. So seien bereits rund 3000 Exponate im Fundus. Das Interesse an der Ortsgeschichte hatte Margot Becker zudem im Rahmen zweier Rundgänge geweckt, bei denen sie die Haus- und Flurnamen der Gemarkung erörterte und mit zahlreichen unterhaltsamen Anekdoten spickte.
Nun war es also so weit, ein Arbeitskreis, der im Juni 2015 erstmals zusammengekommen war, hatte alles Wesentliche für die Vereinsgründung vorbereitet und Ortsvorsteher Ortwin Ruß übernahm die Leitung der Gründungsversammlung, in deren Rahmen die Satzung erörtert und verabschiedet sowie ein fünfköpfiger Vorstand unter Vorsitz von Ortwin Wirth und zwei Kassenprüfer gewählt wurden. Nach einer halben Stunde war alles erledigt und die Sektkorken knallten, denn selbstverständlich wollte man auf den jungen Verein anstoßen.
Weitere Interessierte
Neben den Gründungsmitgliedern nahmen acht weitere Interessenten an der Sitzung teil, sodass der Mitgliederkreis voraussichtlich schon bald wachsen wird.
Wer sich über den neuen Verein informieren möchte, der kann die Vorstandsmitglieder (siehe Kasten) ansprechen oder im Internet nachschauen, denn es gibt bereits eine eigene Homepage, die man unter www.verein-eschbacher-ortsgeschichte.de findet.
Die erste öffentliche Veranstaltung des Vereins wird eine Bilder- und Dokumentenausstellung am 17. April im Bürgerhaus sein. Dabei können sich die Bürger ein Bild von den Eschbacher Geschäftsleuten bis 1960 machen, sowie eigene Anregungen und Ideen an den Verein herantragen.
DER VORSTAND
Erster Vorsitzender: Ortwin Wirth
stellv. Vorsitzende: Ingeborg Wirt
Kassenwart: Klaus Anders
Schriftführer: Ronald Löw
Pressewartin: Christa Klieber
Kassenprüfer: Manfred Schödel und Karlheinz Schmidt
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Verein Eschbacher Ortsgeschichte
„Der jüngste Verein in Eschbach startet durch“
23.01.2016 von Ursula Konder
Eschbach hat ein neues Baby – ein Vereinsbaby. In nur zehn Minuten wurde der „Verein Eschbacher Ortsgeschichte“ aus der Taufe gehoben, und die ersten Schritte sind schon gemacht: Mehr als 3.000 Bilder und Dokumente liegen bereits in digitaler Form vor, und eine Homepage gibt es auch schon.
Eschbach. Am 17. Juni 2015 trafen sich erstmals sechs Eschbacher Bürger, um einen ,Arbeitskreis Ortsgeschichte Eschbach‘ zu gründen. Nach sechs Monaten Vorbereitung, Sammeln von Dokumenten, Bildern und Geschichten wurde zum 20. Januar 2016 der, Verein Eschbacher Ortsgeschichte‘ gegründet. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, Geschichten, Daten, Fakten und Bilder aus der Vergangenheit unseres Dorfes Eschbach zu sammeln und für alle zugänglich zu machen.“ So steht es auf der Homepage des am Mittwochabend gegründeten Vereins.
Mit 11 Gründungsmitgliedern startete der Verein am Mittwochabend im Bürgerhaus in die Sitzung zur offiziellen Vereinsgründung, mit 15 Mitgliedern endete der Abend.
„Vereinsmutter“
Als Mutter des Vereins darf ohne Frage Margot Becker gelten, die bereits im Frühjahr 2014 Ortsvorsteher Ortwin Ruß mit ihrer Idee für einen solchen Verein ansprach. “Immer wieder habe ich etwas von anderen Heimat- oder Geschichtsvereinen in der Zeitung gelesen“, erzählte sie gegenüber der Taunus Zeitung.
Ein klein wenig neidisch sei sie da schon auf die anderen Dörfer mit ihren Vereinen gewesen, gibt sie lächelnd zu. So etwas sollte Eschbach auch haben, wünschte sie sich für den Usinger Ortsteil. Ihr Großvater habe ihr als Kind immer wieder Geschichten aus dem Ortsgeschehen erzählt, „doch viele Dinge sind mir erst wieder eingefallen, als ich dann älter wurde“, gibt die 79-Jährige zu. „Schon lange Zeit habe ich gehofft, dass sich mal einige Leute zusammenfinden, um Eschbachs Vergangenheit nicht ganz dem Vergessen zu überlassen“, sagte sie. Leider könne Eschbach weder auf eine Dorfchronik noch auf eine Schulchronik zurückgreifen. „Die waren zwar vorhanden, sind aber rätselhafter Weise verschollen.“
Viel(e) Geschichte(n)
Daher wurde in den zurückliegenden Monaten fleißig in den alten Kirchenbüchern und Chroniken geblättert und vieles aufgeschrieben. Alte Fotos wurden gesammelt und von Ronald Löw digital erfasst. Die Elferrunde hat auch schon die Vorarbeit für die erste Ausstellung geleistet: Für den 17. April ist die Ausstellung „Gewerbe in Eschbach bis 1960“ im Bürgerhaus geplant.
Die Eschbacher Bürger dürfen sich sicherlich auf viele Ausstellungen in der Zukunft freuen, und bereits am Mittwoch gab es einen kleinen Vorgeschmack auf die mannigfaltigen Geschichten aus der Historie des Dorfes: Alleine um das 10-Uhr-Läuten der Kirche ranken sich mehrere Anekdoten. Und vom „Alten Scholtes“ könnten Margot Becker und Ingeborg Wirth, die stellvertretende Vorsitzende wurde, mindestens ein Buch schreiben. Der vor über 200 Jahren geborene Bürgermeister von Eschbach war nicht nur rege, wenn es ums Bauen von Häusern ging. Drei Ehefrauen und 16 Kinder gingen auf sein Konto, doch diese Geschichte wollen wir hier und heute noch nicht komplett offenbaren. Nur so viel sei verraten: Die Hälfte der Eschbacher stammt vom Alten Scholtes ab.
Margot Becker freut sich auf die „Arbeit“, die noch auf sie und ihre Mitstreiter zukommen wird, ist doch ihr Herzenswunsch, einen Verein für die Dorfgeschichte zu haben, endlich in Erfüllung gegangen.